„Ehrfurcht vor dem Leben“ – das war die ethische, die moralische Grundeinstellung von Albert Schweitzer (1875- 1965), der vor 150 Jahren geboren wurde. Er war Philosoph, evangelischer Theologe, Organist und Urwaldarzt. Bis heute gilt er als einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts. In unserer neuen Predigtreihe haben wir diesen Schlüsselbegriff „Ehrfurcht vor dem Leben“ aufgegriffen.

Ehrfurcht - mit diesem alten Wort wird eine Lebenseinstellung beschrieben, die staunt und Gott dankbar ist für alles, was er uns geschenkt. Sie zeigt Respekt vor dem, über das wir letztlich nicht verfügen können. Leben ist unglaublich wertvoll, kostbar und gleichzeitig sehr zerbrechlich. Neben Albert Schweitzer werden wir in den Predigten der Fasten- und Osterzeit das Leben und das Werk der Reformpädagogin Maria Montessori beleuchten, die vor 155 Jahren geboren wurde. Auch für sie galt es, anderes Leben zu respektieren und es mit Ehrfurcht zu begegnen. In engem Zusammenhang mit dem schon früh formulierten Gedanken der Verantwortung jedes Einzelnen, an der Schöpfung, am Kosmos und für den Mitmenschen, stand Maria Montessoris Friedensarbeit.