Kreuzweg

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Kreuzweg
für die
Heilig-Kreuz Kirche
in Stapelfeld

 

 

Station 1: „Christus wird zum Tode verurteilt“
Elisabeth Pawils

 

Die Menge jolt: „Ans Kreuz mit ihm!“ Pilatus ist unentschlossen – was soll er tun? Blass erscheint seine Gestalt, wie ein trennendes Element zwischen der Menschenmenge und Christus. Helligkeit und Dunkel scheiden Unschuld und Verleumdung. Der Weg Christi bricht auf, beginnt.

Station 2: „Christus nimmt das schwere Kreuz auf sich“
Elisabeth Pawils

 

Christi Entscheidung das Kreuz auf sich zu nehmen ist die Entscheidung dafür den Weg zum Kreuz zu gehen. Das Kreuz an sich bedeutet: Entscheidung Kreuzung sich kreuzende Kreuze des Lebens

Station 3: „Christus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz“
Elisabeth Pawils

 

Das Kreuz trägt die Inschrift des Kreuzkampf-Denkmals auf dem Cloppenburger Markplatz und Worte Kardinal von Galens gegen die nationalsozialistische Praxis der Euthanasie. Christi Rücken biegt sich, wehrt sich gegen das Kreuz – eine noch vorhandene Dynamik wird deutlich.

Station 4: „Christus begegnet seiner Mutter“
Johanna Berges-Grunert

 

Maria als Mandorla – eine Urform in der Darstellung Mariens. Die mütterliche Liebe umfängt Christus – bedingungslos will sie ihm nachfolgen. Das Geschehen ist nach links, in Lesrichtung des Kreuzweges – gelagert.

Station 5: „Simon von Cyrene hilft Christus das Kreuz tragen“
Johanna Berges-Grunert

 

Simon von Cyrene wird gezwungen Christus das Kreuz abzunehmen.

Seine Hilfe entspringt der Aufforderung, nicht dem eigenen Wunsch.

Christis Kreuz wird leicht, weiß und hell – erhellt – wenn seine Last auf den Rücken des Simon übergeht.

Station 6: „Veronika reicht Christus das Schweißtuch“
Johanna Berges-Grunert

 

Veronika – vera icon – wahres Angesicht.

Das Schweißtuch zeigt dem Betrachter das eigene Angesicht – Christus ist in jedem von uns.

Station 7: „Christus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz“
Johanna Berges-Grunert

 

Christus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz – die Last zweier Kreuze liegt auf ihm. Hell durchdringt das Licht der Hoffnung und der Zuversicht das Dunkel des Schmerzes.

Station 8: „Christus begegnet den weinenden Frauen“
Elisabeth Pawils

 

Christus spendet Trost.

Unabhängig des eigenen Leides wendet er sich anderen zu.

Innig und intim ist die Berührung zwischen Christi und der schemenhaft angedeuteten Gestalt.

Sind es Frauen?

Ist nicht in jedem von uns eine solche „weinende Frau“?

Wieder spiegelt sich das Antlitz des Betrachters...

Station 9: „Christus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz“
Elisabeth Pawils

 

Christus fällt zum dritten Mal.

Sein Gesicht ist zu Boden gedrückt – er ist am Boden, liegt am Boden.

Das Leid, die Kreuze der Menschen drücken ihn unter das Kreuz.

Das Kreuz der Menschheit?

Station 10: „Sie würfelten um seine Kleider“
Johanna Berges-Grunert

 

Die Soldaten würfeln um das Gewand Christi.

Dunkel bahnt sich das Böse seinen Weg.

Spott und Häme.

„Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar“.

Station 11: „Christus wird ans Kreuz geschlagen“
Johanna Berges-Grunert

 

Lebendig – Gekreuzigt.
Welche Grausamkeit mag Menschen zu einem solchen Akt veranlassen?
Breiten sich Arme aus?

Schwebend erscheint der Leib, den Waffen nicht zu verwunden scheinen können.

Station 12: „Christus stirbt am Kreuz“
Johanna Berges-Grunert

 

In der Todesstunde reißt der Vorhang im Tempel.

Das Licht der Auferstehung bahnt sich seinen Weg.

„Im Tod ist das Leben.“

Station 13: „Christus wird vom Kreuz abgenommen und in den
Schoß seiner Mutter gelegt“

Elisabeth Pawils

 

Christus wird in den Schoß seiner Mutter gelegt.

Der Sch0ß als Gefäß – umfangend, liebevoll, haltend.

Die Liebe der Mutter, die den toten Leib hält, umfängt.

Station 14: „Christus wird ins Grab gelegt“
Elisabeth Pawils

 

Der Leib wird in das Grab gelegt.

Der Stein ist schon weggerollt – das Licht der Auferstehung, das Wissen, um das Kommende sind angelegt.

„Auferstehung“
Elisabeth Pawils & Johanna Berges-Grunert